aus der "Montags-Zeitung" im März 1908:

Ein vorzügliches Restaurant. Von diversen Seiten wird uns B. Bichts Restauration "Zum Rebhuhn" in Wien IX., Schlickgasse Nr. 5 empfohlen. Man erhält daselbst feine bürgerliche Küche, Biere aus den renommiertesten Brauereien, sowie Original-Naturweine bester Qualitäten. Die Lokalitäten sind vollständig neu renoviert, sehr freundlich und bequem, die Preise äußerst mäßig, die Bedienung eine prompte. Es verkehrt daselbst die beste bürgerliche Gesellschaft.


aus "A la carte" 2011:

Ein Wirtshausname wie aus einer anderen Zeit - aber das Lokal gibt es ja auch schon seit über 100 Jahren. Das lange Gewölbe wirkt heute freilich ganz jung und lässig, darin wird auf unkomplizierte Art ursprüngliche Wiener Küche serviert. Sehr sympathisch. Bunt gemischtes Publikum von Uni bis Bürgertum.


aus "Wo isst Österreich?" 2011:

Ein altes Eckbeisel, in dem Wirtshaus-Archäologen (also uns) buchstäblich das Herz aufgeht. Welches Lokal kann schon von sich behaupten, dass es bereits 1908 (!) in der Wiener Montagszeitung positiv rezensiert wurde. Und was noch erfreulicher ist: Seither hat sich an der Anmutung des Lokales (bis auf notwendige sanitäre und küchentechnische Adaptionen) kaum etwas geändert. Auch die Karte könnte um die Jahrhundertwende ganz ähnlich gelautet haben: Bauernsulz mit rotem Zwiebel, Matjes im Dillrahm, Saibling im Ganzen gebraten, Schopfbraten mit warmem Krautsalat und Knödel, Tafelspitz mit Apfelkren, Schnittlauchsoße und Rösti, Topfenknödel in Zimt-Butter-Brösel mit Rhabarberkompott. Da hätte sogar die "Tante Jolesch" ihre Freud' g'habt. Wir haben sie auch.




aus "Wien, wie es isst" 2007:

Ein Eckbeislklassiker mit toller Patina, altem Holz und echt gutem Wirtshausessen.

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Gasthaus Rebhuhn